Ausstellung. Kiki Felzinger: Die Betrachtung

Ausstellung. Kiki Felzinger: Die Betrachtung

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Kiki Felzinger: Die Betrachtung

Die hier realisierte Hängung der Empfindungslandschaften – mixed media Collagen – mit dem Gemälde Betrachter:in (Öl auf Leinwand), macht die Erfahrung der Kunstrezeption als Akt der Schöpfung anschaulich.

Während der Blick der Figur im Gemälde leer bleibt, die Hautfarbe tot gemalt, und kein Geschlecht der Figur deutlich zuzuschreiben ist, könnte sie die leere Hülle eines modern gekleideten Menschen repräsentieren, der die Collagen, die sie hier zu betrachten scheint, ein Hoffnungsschimmer sein könnten, der Ruhe in der Unruhe versprechen könnte, indem die mehrschichtigen Dimensionen der Empfindungslandschaften zunächst Unruhe erzeugen und zugleich mehr als das, indem sie im Dialog des Ausdrucks über sich selbst hinausweisen.

 Die Collagen wirken wie endlose Variationen des Gleichen. Etwas, das so sein könnte, aber auch anders. Zugleich ist die Figur der Betrachter:in auch Spiegel und Gegenüber des tatsächlich betrachtenden Publikums, so dass eine doppelte Beobachterposition entsteht, die es ermöglicht, den Prozess der Betrachtung als eigenen Prozess der Schöpfung, die so sein kann, aber auch anders möglich wäre, zu reflektieren.

Letztlich vergewissert sich das Individuum so seiner selbst, als autonomer Schöpferfigur und als Mensch. Insofern ist Kunst kein Luxus, sondern notwendige Versicherung von uns selbst, als Menschen, die wir in der Lage sind, im Prozess der Betrachtung, verschiedene Positionen und Blickwinkel einzunehmen und allein und im Zusammenspiel mit anderen, Neues zu schöpfen.

Kiki Felzinger, vereint in ihrem Oeuvre Disziplinen wie Malerei, Collage, Textilkunst und Fotografie. Sie studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste in der Klasse Naprushkina/Hussain. Ihre Arbeit widmet sich der Erforschung von Chaos und Erinnerung sowie Themen wie Gender, Identität und Sexualität. Zudem entwickelt sie kollaborative Langzeitprozesse künstlerischen Arbeitens, wie zum Beispiel im Werk who gets to tell the story, einem in Makrame-Technik gewebten Wandteppich, bei dessen Herstellung gemeinsam mit anderen Frauen Formen erlebter sexualisierter Gewalt reflektiert wurden. Kollektives Engagement, Solidarität und Reflexion sind nicht Beiprodukt ihrer Arbeiten, sondern vielmehr deren Zentrum.

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Datum und Uhrzeit

15.11.2025 @ 00:00 bis
31.12.2025 @ 23:00
 

Ort

-
 

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